Gemütlichkeit!

 

DUETT: König. Königin

Gemütlichkeit!
Das ist die allerschönste Tugend.
Und nur die ruhelose Jugend
macht sich da gar nichts draus.
Knöpfchen! Lässt du die Zwille fallen! AUS!
Gemütlichkeit!
Im ganzen Lande weit und breit,
von früh bis spät, zu jeder Zeit,
befehlen wir Gemütlichkeit.

 

Königin:
In faulig dunklen Drachenhöhlen sitzen,
die wunderschönen Kleider nass schwitzen,
ohne Waschmöglichkeit sowieso,
und natürlich ohne Damenklo.

 

König:
Autsch! Bei jedem Drachenkampf,
krieg ich immer einen Wadenkrampf
und dadurch bin ich abgelenkt,
und zack! schon ist der Po versengt.

 

Ach je, wir war‘n das fürchterlich leid
Wo bleibt da die Gemütlichkeit?
Gemütlichkeit, Gemütlichkeit, Gemütlichkeit.

 

Gemütlichkeit!
Das ist die allerschönste Tugend.
Und nur die ruhelose Jugend,
die sucht ein anderes Glück!
Knöpfchen!
Gib die Perücke zurück!
Gemütlichkeit!
Im ganzen Lande weit und breit,
von früh bis spät, zu jeder Zeit,
befehlen wir Gemütlichkeit.

Einen Drachenhals verknoten ...
Ist gemein und streng verboten!

 

Setzen!

Was erwartet uns denn heute?
Ah ... ja, richtig, diese Stunde
widmen wir uns intensiv
der speziellen Drachenkunde.
Genau genommen, dem Drachenhals!
Warum ist es streng verboten
einen Drachenhals im Kampf
zu vertüddeln , zu verknoten?

 

Knöpfchen ... bitte!

Refrain:

Äh, also, na, ja ...äh
Äh, mh… wa?

Setzen bitte!
Ich hatte es mir schon gedacht,
zum wiederholten Male keine Hausaufgaben gemacht ...

Ganz besonders streng geahndet,
wird die Sache in Pott Pott,
Sechsundsechzig Peitschenhiebe

und zwei Löffel Wurmkompott
steht auf Drachenhals verknoten.
Ungestraft blieb dies bisher
nur in einem einzigen Land
und das existiert nicht mehr.

 

Na Knöpfchen!

Welches Land?

Refrain

Will der Drache Feuer spucken,
produziert er tief im Bauch
eine unglaubliche Hitze
und als Folge diesen Rauch.
Dieser Rauch, ist selbst erhitzend,
wissenschaftlich sehr vertrackt,
und entzündet sich von selbst
bei eintausend Grad. Exakt!

 

Doch im Bauch, das ist entscheidend,
steigt die Dampftemperatur
nur auf dreihundertzehn Grad,
ich betone nochmals: NUR!
Dann beim Aufstieg durch den Hals
immer weiter bis zum Schlund,
heizt der Dampf sich weiter auf,
so dass er im Drachenmund?

 

Refrain

 

Misst er siebenhundert Grad!
Erst wenn er dem Schlund entweicht,
hat er seine ..., ja? Wie viel?
Exakt tausend Grad erreicht.
Ist sein Hals jedoch verknotet,
dann entweicht der Dampf nicht mehr.
Hier die Zeichnung an der Tafel,
Knöpfchen, schau gefälligst her!

Knöpfchen, und das ist jetzt wichtig,
guck zur Tafel, was passiert!
Unser Drache pumpt sich auf ...

... und was dann ... und was dann?
Und was dann?

Er explodiert!

 

Danke! Pause!

Tränen von Hyänen ... Lied der Hexe

 

Wenn ja, wenn ja ...Tränen fließen,
muss man kleine Hexe gießen,
dass sie wachsen und gedeih‘n,
hört doch, wie sie durstig schrei‘n:
Tränen, Tränen, Tränen, Tränen.
Tränen von zwei schwarzen Schwänen?


Oder muss ein Einhorn weinen?
Tränen von acht Warzenschweinen?
Salzig, köstlich, wunderbar,
oder weint ein Dromedar?

Tränen, Tränen, Tränen, Tränen.
Aber welche? Von Hyänen?

Nein!
Schwefel, Pech und Gallenstein:
Nein!
Es müssen Riesentränen sein ...

 

Denn wir Hexen laufen ein.
Jeder Zauber macht uns klein,
klein und kleiner, kein Entrinnen,
und man kann nur Zeit gewinnen.
Tränen, Tränen, Tränen, Tränen.
Durch ein Schlückchen warme Tränen!


Muss sie bis auf‘s Salz verdampfen,
und mit Krötenmist zerstampfen,
Mottenlarven unterrühr‘n
und durchs linke Ohr einführ‘n!
Tränen, Tränen, Tränen, Tränen ...
Aber welche? Von Hyänen?

 

Refrain

 

Oder muss ein Mammut flennen?
Tränen von gerupften Hennen?

Weint ein dicker Borkenkäfer?

Oder weint ein alter Schäfer?

Tränen, Tränen, Tränen, Tränen,
von verliebten Kapitänen?

Nein es nützen nur die einen,
ja es muss ein Riese weinen.
Salzig, köstlich, wunderbar,
selten leider, das ist wahr ...

Tränen, Tränen, Tränen, Tränen ...
Tränen, Tränen, Tränen, Tränen ...

Räuberleiter

 

Ach, was sind wir für Halunken!
brüllte Hauptmann Kehlenschlitz.
Niemand, nix ist vor uns sicher,
alles wird gemopst, stibitzt!
Und heut Nacht klau’n wir den Mond!
Diesen Riesensilberling!
Männer, wenn uns das gelingt,
gibt’s für alle Plumpudding!

 

Na, was glotzt ihr denn so blöde!
Euer Hauptmann hat 'nen Plan
Los wir stell’n uns aufeinander,
alle Räuber: Mann auf Mann,
steigt der eine auf den andern,
und so weiter und so weiter.
Ist 'ne brandneue Erfindung
und die nennt sich: Räuberleiter!

 

Dann steig ich an euch empor,
immer höher zum Mond hinauf,
rupf das Ding vom Himmelszelt,
werf es runter - ihr fangt auf.

Alle Räuber machen mit,
alle Räuber ausnahmslos!
Und ich ruf euch einzeln auf.
Auf die Plätze, fertig los.

 

Knall!

Bulette, Zurbel, Warzenjohnny
Knallfurz, Beppo, Schiefer Pony,
Gurki, Zurbel, Hinkesäbel,
Hans-die-Ratte, August Bebel,
Keulenfreddy, Hugo Stich,
O ha! Ganz schön wackelig.

 

Schnauze! Interessiert mich nicht

Fritz, der Würger, Geiernase,
Piet, die olle Eiterblase,
Knallebum, der fiese Freddy,
Pastinake, Hirnie, Eddy.
Schwarzbart, Fetzi, Gero Schnackel,
Wackel, Wackel, Wackel, Wackel!

Kopp-ab-Paule, Schiefer Ponny,
alter Fusel, Warzenjohnny,
O ha, Warzenjohnny zuckt ...
Mist, die blöde Warze juckt.


Zurbel, Gonzo Götterspeise.

Warzenjohnny flucht ganz leise.

Knarrenkurti, Mecki Messer,
Popel Mixa, Knochenfresser.


Endlich - Carlo Stinkefütze
spürt den Mond an seiner Mütze.
Hab ihn!, brüllt er außer sich.

Pfoten weg! Der ist für mich!

Kehlenschlitz erklimmt die Leiter,
hoch und höher immer weiter.
Bei sechshundert Höhenmetern,
hört er Warzenjohnny zetern.
Mann, das juckt! Ich kann nicht mehr.
Und Bulette ist so schwer!

Kurz darauf, ein lauter Schrei,
dann fällt Hugo Stich vorbei.
Und als Fallobst hinterdrein
Warzenjohnny, Hinkebein.
Fluchen, Stöhnen, Jammern, Keifen

Hände die ins Leere greifen

Brüllen, flehen, Jaulen, Heulen ...
und statt Mond?

Und statt Mond!
Ein Haufen Beulen,

Beulen,

Beulen!

Beulen!

Beulen!

Abenteuer / Knöpfchen

 

Die Welt, ist doch ein Flohzirkus,
und voller Abenteuer!
Ich spuck 'nem Riesen auf den Kopf,
entführ ein Ungeheuer!
Ich pack die Langeweile
an ihren Löffelohr‘n,
lass sie bei hundertneunzig Grad
im Ofen verschmor‘n.

 

Mit einem Schlossgespenst um die Wette fliegen,
mit einer Räuberbande auf der Lauer liegen,
einen ausgebüxten Flaschengeist entdecken
und in eine alte Ketchupflasche stecken.

 

Einem Zauberer den Zauberstab stibitzen,
im Schnurrbart eines Riesen sitzen,
und am Abend schlürf ich mit 'ner guten Fee,
ein Tässchen heißen Brombeertee!

 

Die Welt, ist doch ein Flohzirkus,
und voller Abenteuer!
Ich spuck 'nem Riesen auf den Kopf,
entführ ein Ungeheuer!
Ich piks der Langweile
in ihren dicken Po
und schicke sie im Postpaket
zurück nach Nirgendwo.

Monsterschluckauf!

 

Wenn ein Monster Schluckauf hat,
hicks, hicks, hicks!
Luft anhalten, Schreck einjagen, das hilft alles nix!
Wenn ein Monster Schluckauf hat
Hicks! Hilft nämlich nur
eine äußerst komplizierte Kitzelprozedur!

 

Erst kitzelst du den Monsterbauch
und dann die dicken Zeh‘n.
Danach muss sich dein Monster »hui«,
dreimal im Kreis rumdrehen.
Piks ihm mit einem Bleistift
in seinen Monsterpo
und sing dazu ein Monsterlied.
Das Monsterlied geht so:

 

 

Wenn ein Monster Schluckauf hat,
hicks, hicks, hicks!
Luft anhalten, Schreck einjagen, das hilft alles nix!
Wenn ein Monster Schluckauf hat
Hicks! Hilft nämlich nur
eine äußerst komplizierte Kitzelprozedur!

Mein kleines Wolfsfräulein

 

Im Mond, im fernen Mond,
da wohnt
mein kleines Wolfsfräulein.
Wenn ich des Nachts den Mond anheul,
bedeutet das,
ich möchte bei dir sein.

Uhuhahahuha

Per Postkutsche kann ich dich nicht erreichen.
Und selbst der Adler fliegt dort nicht vorbei.
Das Raumschiff ist noch immer nicht erfunden.
So bleibt nur meine Sehnsuchtsmelodei.

 

Uh-hu im blauen Mondenschein,

heul-leul ich für mein Wolfsfräulein!

Doch ist der Mond ein schmaler Hungerhaken
und baumelt spindeldürr im All herum/

mein Wolfsfräulein, dann bist du nicht zu sehen,

O Leid. O Pein. Oh Wollfsmartyrium!

 

Erstrahlt er aber kugelrund am Himmel,
denk ich, mein kleines, süßes Wolfsfräulein,
bei jeder Schnuppe, die vom Himmel purzelt,
es könnt ein zartes Küsschen von dir sein.

Im Mond, im fernen Mond ... da wohnt
mein kleines Wolfsfräulein,
Wenn ich des Nachts den Mond anheul,
bedeutet das: ich möchte bei dir sein.

Räuberhauptmann Kehlenschlitz

 

Räuberhauptmann Kehlenschlitz,
ha, ha, ha, was für ein Witz.
Immer jault’ der,
immer mault der,
ständig steckt er in 'ner Klemme.
Unser Hauptmann is’ 'ne ... Memme!!!

 

Klemmt sich seinen großen Zeh
an 'ner Ritterrüstung, nee!
Und setzt sich mit seinem Po
in die Krone oder so.
Wenn wir uns in Kutschen zwängen,
bleibt sein Bart am Kutschbock hängen,
und fließt Blut, dann krümmt er sich
und wird sofort ohnmächtig ...

 

Was er anfasst, das geht schief,
und zwar immer abgrundtief.
Wenn beim Fingernägel schneiden,
keine Finger übrig bleiben,
oder wenn Schnurrbart stutzen
sogar Ohrnschützer nix nutzen –
Kann man so nen Hauptmann brauchen?

Nee...nur in der Pfeife rauchen.

 

 

Räuberhauptmann Kehlenschlitz
ha, ha, ha, was für ein Witz.

Immer jault der,
immer mault der,
ständig steckt der in 'ner Klemme.
Unser Hauptmann is’ 'ne ... Memme!!!

Schlaflied für Bösewichter

 

Bösewicht, schlaf ein.
Niemand ist so fies und gemein
wie du!
Mach die Äuglein zu!

 

Lass den Säbel fallen
und die scharfen Krallen
zieh ein.

 

Morgen früh
kannst du wieder böse sein.
Bösewicht, schlaf’ ein.

 

Jetzt wird niemand mehr gefressen.
Zähne putzen nicht vergessen.
Schnell ins warme Bett hinein,
kleiner Bösewicht, schlaf ein.

 

Bösewicht, schlaf ein.
Niemand ist so fies und gemein
wie du!
Mach die Äuglein zu!

Wandern!

 

Wandern, wandern, einen Fuß vor den andern,
Einmal drehen, einmal ducken, einmal in die Gegend spucken,
einem dicken Stinktier winken und aus einem Bächlein trinken.
Noch ein Schritt und noch ein Schritt,
huch, das Stinktier wandert mit.

 

Wandern, wandern, einen Fuß vor den andern
Über einen Baumstamm klettern und ein Wanderliedchen schmettern
In ein dunkles Astloch schauen, einem Specht zwei Nüsse klauen.
Noch ein Schritt und noch ein Schritt,
Stinktier folgt im Trippelschritt.

 

Wandern, wandern, einen Fuß vor den andern,
über große Pfützen hüpfen und durch dichte Büsche schlüpfen,
einmal jodeln, einmal pfeifen, einen dicken Ast wegschleifen.
Noch ein Schritt und noch ein Schritt
Mann, ist dieses Stinktier fit.

 

Wandern, wandern, einen Fuß vor den andern
Durch ein kaltes Flussbett waten, einen dicken Zander braten.
Kommt ein Bär zum Mittagsschmaus, oh, der sieht gefährlich aus!
Hilfe! Schiet! O Schiet! O Schiet!
Oh, das Stinktier ... buh ... igitt!

 

Wandern, wandern, einen Fuß vor den andern,
Einmal drehen, einmal ducken, einmal in die Gegend spucken,
einem dicken Stinktier winken und aus einem Bächlein trinken.
Noch ein Schritt und noch ein Schritt
so ein Stinktier ist der Hit!

Der Riese

 

Allein, allein, alleiner
An mich denkt niemals keiner.
Ich armer Riese Heiner.


Gemein, gemein, gemeiner ...
Ich wein und wein und weiner
Wer tröstet mich? Ach, keiner!

Wenn wenigstens mal einer
vorbeikommt und sagt: Heiner,
mein riesengroßer Kleiner!
Guck mal, die Kieselsteiner,
funkeln im Sonnenscheiner!
Lass mich dein Freund sein, Heiner!

Allein, allein, alleiner
An mich denkt niemals keiner.
Ich armer Riese Heiner.

 

Gemein, gemein, gemeiner
Ich wein und wein und weiner
Wer tröstet mich? Ach keiner!

Und wenn ich jetzt versteiner,
ganz steif und starr versteiner,

ich riesengroßer Kleiner
dann merkt das nicht mal einer.

Einen Freund...

 

Einen Freund...brauchste auf jeden Fall.

Biste hübsch oder nicht- einfach ganz egal

Einen Freund der dich nicht vergisst

Auch wenn du Lichtjahre weit entfernt von ihm bist.

 

Einen Freund, einen Freund oder zwei oder drei

Wenn du Glück hast ist ein pfeifender Drache dabei.

 

Einen Freund...brauchste auf jeden Fall

Biste mutig oder nicht einfach ganz egal

Einen Freund der deine Pranke hält

Wenn dein Herz vor Angst fast in den Gulli fällt.

  

Einen Freund, einen Freund oder zwei oder drei

Wenn du Glück hast ist ein kräftiger Räuber dabei.

 

Einen Freund brauchste auf jeden Fall

Biste stark oder nicht einfach ganz egal.

Einen Freund der dir sein Wurstbrot schenkt,

Wenn deine Laune seit Tagen im Keller hängt.

 

Einen Freund, einen Freund oder zwei oder drei

Wenn du Glück hast ist sogar ein Riese dabei.

 

Dum-dum-didel-dei!

Dum-dum-didel-dei!